Thomas Bünning – Ein Tanzfotograf stellt sich vor

Als ich mit meinem Tanzblog begann, lernte ich schnell viele interessante Menschen kennen. Darunter waren nicht nur Tänzer und Tanzbegeisterte, sondern auch einige kreative Köpfe, die die Leidenschaft des Tanzes in Bildern einfangen. Einer dieser kreativen Tanz-Fotografen ist Thomas Bünning aus Hamburg. Künstlerisch und mit einem hervorragendem Blick fürs Detail setzt er seine tänzerischen Modelle an wunderschönen Orten in Szene und holt aus jedem Motiv das beste heraus. Wer er genau ist und was ihn dazu bewegt hat die Fotografie auf das Tanzen auszurichten, erfahrt ihr in den nächsten Zeilen.

Hallo Tom, stell dich doch mal kurz vor.
1897679_574647112667727_2450759605848089234_n Ich heiße Thomas Bünning (Spitzname: Tom), bin geborener Hamburger und lebe in dieser Stadt; bin 48 fast 49 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder im Alter von 16-20 Jahren. Mit Tanzen habe ich so gar nichts am Hut, meine Schwester macht sich jedes mal lustig, wenn ich auch nur ansatzweise versuche mich zur Musik zu bewegen, dabei bin ich nicht schlecht (subjektiv betrachtet).

Wie bist du zur Tanzfotografie gekommen?
Mein Faible zur Tanzfotografie entstand im Oktober 2013. Bis dahin habe ich mich im Schwerpunkt Portrait bewegt, mache ich heute auch noch, aber eben anders. Bilder vom Ballerina Project waren der Urheber. Das will ich auch, war mein erster Gedanke. Und hier ist dieser Moment über den ich selbst immer noch den Kopf schüttle, ich und
Kunst?! Ich kann doch nicht mal ansatzweise einen Bleistift halten und z.B. Zeichnen. Zum Glück hat das eine aber auch nichts mit dem anderen zu tun. Und so entstehen seit dem diese Bilder.

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Was macht die Tanzfotografie so besonders für dich?
Das Besondere, so sehe ich es, ist der Versuch von mir, mit jedem meiner Protagonisten an einem prägnanten Ort meiner Stadt Verbindungen zwischen Tänzer und Location zu schaffen. Jedes einzelne Bild fördert neue Gedanken um den nächsten Ort. Ich lebe in meinen Ideen und der Umsetzung.

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Welchen Herausforderungen musst du dich vor einem Fotoshooting stellen?
Wie komme ich an die Location, wo sind meine Ansprechpartner, wie bekomme ich die Genehmigung, dass wir dort fotografieren dürfen. Wen „meiner“ Tänzer stecke ich in diese Umgebung, was kann jeder Einzelne, was ist deren Haupttanzrichtung, brauche ich trockenes Wetter oder haben wir auch mal ein Dach übern Kopf? Viele Gedanken,
die um jedes einzelne Teilprojekt in diesem Ganzen passen müssen!

Jetzt im Winter natürlich noch viel mehr. Obwohl ich begeistert bin, welches Durchhaltevermögen jeder Einzelne beim Erreichen unserer Ziele an den Tag legt.

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Wie kommst du an die tänzerischen Modelle?
Den Menschen brauch ich natürlich unbedingt, denn ohne geht es nicht! Doch das läuft inzwischen sehr gut. Vielmals hat sich inzwischen herumgesprochen, dass ich solch eine Fotografie betreibe, ich werde weiterempfohlen, und habe selbst auch keine Probleme mehr, aktiv auf die Akteure zuzugehen und sie zu erreichen. Das Netzwerk funktioniert, ich habe eine kleine Warteliste, um dann, wenn die nächste Genehmigung für eine Location folgt, den dazu „passenden“ Tänzer hinzuzuholen.

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Wie läuft so ein Tanz-Shooting aus deiner Sicht ab?
Im Vorfeld ist meist alles bereits kleinklein besprochen. Ich kenne die Tänzer schon persönlich, wir haben die Vorgehensweise abgestimmt, den Ort des Geschehens festgelegt, Musik ist mit dabei, Begleitpersonen zum Wohlfühlen, Vertrag ist übergeben, so dass an einem Shootingtermin gleich voll eingestiegen werden kann.

Diese ganzen administrativen Arbeiten wollen leider auch erledigt werden bis es zum tatsächlichen wichtigen Tag kommt.
Unser Shooting ist dann nur noch Freude pur, aber auch harte Arbeit. Das gemeinsame Erarbeiten der Bilder, und auf diesen Begriff lege ich sehr viel Wert, ist erst dann abgeschlossen, wenn mein Akteur zufrieden ist, und das voll und ganz. Ich kann mich um den technischen Ablauf kümmern. Ich habe schon eine ganze Menge über das
Ballet und Modern Dance gelernt, aber jeder kennt seinen Körper und seine Fähigkeiten am Besten, so dass ich hier darauf angewiesen, das GO zu erhalten.

Am Ende eines solchen Tages sind wir alle erschlagen, Tänzer durch die stete Anstrengung und Konzentration, ich durch das häufige hin und her rennen, dass viele Erzählen und sabbeln und Stimmung hochhalten.

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Was bleibt? Neugierde! Der Gang zum Briefkasten und die Hoffnung, dass Tom endlich die Bilder fertig hat und nach seiner Ankündigung, dass der Versand erfolgt ist, der Postbote endlich erscheint.

Für mich? Die Vorfreude auf das nächste Mal. Ein Wiedersehen und der Satz „Es hatSpaß gemacht„.

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Was möchtest du zukünftig noch umsetzen?
Ich möchte mich noch mehr um männliche Tänzer kümmern und auch dort die Möglichkeiten voll und ganz ausnutzen.

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Wer noch mehr über Thomas Bünning und seine Leidenschaft zur Tanz-Fotografie erfahren möchte, kann sich seine Arbeiten und Bilder gern auf seiner Homepage, Blog oder bei Facebook anschauen. Und falls jemand mal in Hamburg ist, und Lust und Laune nach einem solchen Shooting verspürt, kann ihn selbstverständlich kontaktieren.

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Wir hoffen beide, dass euch dieser Einblick hinter die Kulissen der Tanz-Fotografie gefallen hat.

3 Gedanken zu “Thomas Bünning – Ein Tanzfotograf stellt sich vor

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